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Feb 15 2016

Hartes Durchgreifen gegen Wilderer in der Antarktis geht weiter

Hartes Durchgreifen gegen Wilderer in der Antarktis geht weiter

Die Bekämpfung der Wilderer im Südpolarmeer geht weiter – laut Berichten wurde das international gesuchte Antarktisdorsch-Wildererschiff KUNLUN von Behörden in Senegal, Westafrika, festgesetzt.

Die KUNLUN habe ihre Registrierung zuvor gefälscht und Indonesien als Flaggenstaat angegeben.
Aufgrund dieser Formalitäten bezüglich Zulassung und Flaggenstatus, konnte das Schiff in Senegal festgesetzt werden.

Von den sechs bekannten Antarktisdorsch-Wildererschiffen, die Sea Shepherd die „Bandit 6“ nennt, sind nun ganze fünf außer Betrieb. Nur eines, die VIKING, ist nach wie vor flüchtig.

Das Sea Shepherd-Flaggschiff STEVE IRWIN hat die VIKING im Rahmen der aktuellen Kampagne zum Schutz des Südpolarmeeres (Operation Icefish 2015/16) nun weiter im Visier.

Sid Chakravarty, Kapitän der STEVE IRWIN, sagte: „Anhaltend starkes Engagement der Behörden auf der ganzen Welt, eingeläutet durch Interpols Project Scale (ein Umweltschutzprogramm gegen organisierte Fischereiverbrechen), hat dazu geführt, dass ein weiterer Antarktisdorsch-Wilderer festgesetzt wurde. Internationale Kooperation, initiiert durch zwei Sea Shepherd-Kampagnen im Südpolarmeer, hat das Rückgrat der organisierten Verbrechersyndikate gebrochen, die diese Schiffe betrieben. Die Kooperation zwischen verschiedenen Institutionen ist ein Muss, will man illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) erfolgreich bekämpfen.“

Die KUNLUN kann mit einer langen Geschichte der IUU-Fischerei aufwarten. Man nimmt an, sie habe Verbindungen zu dem bekannten spanischen Verbrechersyndikat Vidal Armadores.

Die KUNLUN kehrte nicht ins Südpolarmeer zurück, nachdem sie letzten Februar von der SAM SIMON verfolgt worden war. Foto: Jeff WirthIm Januar 2015 war das Schiff eines von drei illegal fischenden Schiffen, die unverfroren vor den Augen der neuseeländischen Navy weiterfischten, nachdem man festgestellt hatte, dass sie illegale Stellnetze in australischen Gewässern des Südpolarmeeres ausgebracht hatten.

Im Februar 2015 wurde die KUNLUN erneut in australischen Gewässern abgefangen. Diesmal durch das Sea Shepherd-Schiff SAM SIMON, welches sich damals unter dem Kommando von Kapitän Chakravarty befand. Die SAM SIMON verfolgte das Wildererschiff dann acht Tage und vertrieb es aus seinen Jagdgründen im Südpolarmeer.

Später im selben Monat kontrollierten Beamte der australischen Zoll- und Grenzschutzbehörde die KUNLUN in Gewässern nahe den Cocos (Keeling) Inseln. Doch durfte das Schiff hinterher mit seinem illegalen Fang samt Gerätschaften nach Südostasien weiterfahren.

Im März wurde dann die KUNLUN in Phuket, Thailand, festgesetzt, als sie versuchte, annähernd 200 Tonnen illegal gefangenen Schwarzen Seehechts abzuladen, der beim thailändischen Zoll als Zackenbarsch deklariert worden war.

Durch die begrenzte Anwendbarkeit nationaler Gesetze Thailands auf internationale Fischereiverbrechen wurde das Schiff anschließend wieder mit dem illegalen Fang beladen und rund fünf Monate vor Anker gehalten. Bei erstbester Gelegenheit entzog sich das Schiff dann den lokalen thailändischen Behörden und entkam am 8. September 2015 aus dem Gewahrsam.

Seit dieser Zeit gab es Bedenken, das Schiff könne sich seines Fanges entledigen und in die Antarktis zurückkehren. Allerdings kann durch die Festsetzung in Senegal bestätigt werden, dass die KUNLUN, nun neu ASIAN WARRIOR genannt, nicht in das Südpolarmeer zurückkehrte, nachdem sie letzten Februar durch die SAM SIMON verfolgt worden war.

„In früheren Jahren hätten illegale Schiffe einfach ihre Namen und Flaggen nach Belieben geändert und internationale Schlupflöcher sowie den Mangel an internationaler Kooperation genutzt, um zu überleben und ihren Geschäften weiter nachzugehen“, sagte Captain Chakravarty. „Es ist äußerst befriedigend zu wissen, dass die KUNLUN, die im Februar 2015 durch unser Schiff aus dem Südpolarmeer gejagt wurde, ihre illegalen Fischereien nicht wieder aufnehmen konnte. Die Arbeit, die Sea Shepherd leistet, vervollständigt und füllt manchmal die Lücken in der Arbeit der Regierungen, die durch veraltete Abkommen, wie beispielsweise dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, in ihren Handlungsoptionen eingeschränkt werden“, meinte er abschließend.

Das illegal operierende Wildererschiff KUNLUN, umbenannt in ASIAN WARRIOR, wird nun in Senegal, Westafrika, festgehalten. Foto: Jeff Wirth

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Operation Icefish 2015/16

Quelle: Hartes Durchgreifen gegen Wilderer in der Antarktis geht weiter

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