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Dez 26 2016

Freie Pille für Hartz IV Bezieherinnen?

Freie Pille für Hartz IV Bezieherinnen?

Hartz-IV-Berechtigte bekommen pro Monat 17,00 Euro für Medikamente. Davon müssen sie auch Verhütungsmittel bezahlen: Spiralen, die Pille oder Kondome. Dafür reichen die Regelsätze in der Regel nicht aus. Bei Pro-Familia ist das Problem hinlänglich bekannt: Betroffene, die sich vor einer Abtreibung beraten lassen, sind überproportional häufig Frauen, die von Hartz-IV leben müssen. Die Hamburger Grünen fordern deshalb, Hartz-IV-Abhängigen die Antibaby-Pille zu bezahlen.

Freie Pille für Hartz IV Bezieherinnen? - 2016 Foto und Bilder © Pastor Peter Stanic

Antibabypille

 

Pille ist teurer als die Mittel für Medikamente
Die Pille allein ist meist wesentlich teurer als die 17,00 Euro, die die Frauen insgesamt für Medikamente haben. Wenn es sowieso an allen Ecken und Ende mangelt, entscheiden sich die Notleidenden oft für die elementarsten Dinge: Essen, Trinken, oder einen Schal für den Winter.

Bei der Verhütung hoffen sie dann, dass alles gut geht: Wer kein Essen hat, hungert immer – Sex ohne Verhütung führt vielleicht zu einer Schwangerschaft, vielleicht aber auch nicht.

Dabei wollen die betroffenen Frauen, laut Pro-Familia verhüten. Sie sind also weder verantwortungslos noch unaufgeklärt.

Kein Geld – ungewollt schwanger
Laut Pro-Familia gehe es bei 5000 Beratungsgesprächen wegen ungewollter Schwangerschaften bei 10 % aller Fälle darum, dass die betroffenen Frauen kein Geld für Verhütungsmittel hätten.

Auch für die Hartz-IV-Abhängigen, die nicht schwanger werden, und sich keine Verhütung leisten können, spielt bei jedem sexuellem Verkehr die Angst mit, schwanger zu werden. Das bedeutet für die Betroffenen enormen Stress.

Zuletzt beschäftigte das Thema Hartz-IV und Abtreibung die Hamburger Bürgerschaft 2011. Damals verkündete der Pressesprecher des CDU-Politikers Wersich: Die Kosten für Verhütungsmittel seien „mit der Regelleistung ebenso pauschaliert abgedeckt wie Ernährung, Körperpflege und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft. Damit besteht größtmögliche Dispositionsfreiheit der Leistungsberechtigten hinsichtlich des Einsatzes der Regelleistung.“ (Dr. Utz Anhalt)

 

 

2016 Foto und Bilder © Pastor Peter Stanic

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